15. Juli 2019

Forschungsgruppe präsentiert die Ergebnisse des Projektes NEOS

Am 1. Juli 2019 fand in der Hochschule Aalen die Abschlussveranstaltung Forschungsprojektes NEOS statt. Das Projekt NEOS beleuchtete den Einsatz von Energiespeichern als Mittel zur Netzausbaureduzierung. Hierzu wurden von der Universität Stuttgart die technischen und wirtschaftlichen Potenziale ermittelt und an der Hochschule Aalen regulatorische Aspekte und Themen der Bürgerbeteiligung näher beleuchtet. Aufbauend auf den Ergebnissen wurden bürgernahe Kommunikationsstrategien entwickelt. Diese sind als Maßnahme zur Förderung der Akzeptanz für die Umsetzung der Energiewende einsetzbar. Das Forschungsvorhaben wurde vom baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft im Programmbereich Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung (BWPLUS) gefördert.

Die Präsentation der Forschungsergebnisse fand in der Aula der Hochschule Aalen vor einem gemischten Publikum, bestehend aus Vertretern aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Praxis sowie Bürgerinnen und Bürgern statt. Nach einer Begrüßung durch Dr. Heiko Lünser vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft wurden die technischen Forschungsergebnisse sowie die wirtschaftlichen Potenziale und Grenzen für die Untersuchungsregion von Ouafa Laribi und Prof. Dr. Krzysztof Rudion (Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik der Universität Stuttgart) vorgestellt. Hierbei zeigte sich, dass Energiespeicher als Ersatz für den Netzausbau unter aktuellen regulatorischen Gegebenheiten zu unwirtschaftlich sind, um als Alternative für den Netzausbau in Betracht gezogen zu werden. Sie eröffnen jedoch neue Möglichkeiten für die Zukunft, um den Netzausbau in bestimmten Situationen reduzieren zu können. Die Ergebnisse der begleitenden Akzeptanzforschung und die Botschaften für die Bürgerschaft, die am Lehrstuhl für Ernbeuerbare Energien geleitet durch Frau Prof. Martina Hofmann erforscht wurden, wurden von Verena Täumer (Hochschule Aalen) präsentiert. Hierbei wurde deutlich, wie wichtig die frühzeitige Einbeziehung der Bürgerschaft bereits in einem frühen Stadium der Projektplanung ist und dass die Generierung von Grundlagenwissen essentiell für eine neutrale Meinungsbildung ist. Frau Täumer stellte als Abschluss ihres Vortrags eine Kommunikationsstrategie vor, die aus den NEOS- Forschungsarbeiten abgeleitet werden konnte. Frank Ulmer vom Kommunikationsbüro Ulmer hat die Moderation der Abschlussveranstaltung übernommen. Im Anschluss an die Präsentationen und moderiert durch Herrn Ulmer wurde lebhaft über die Forschungsergebnisse sowie die Zukunft der Energiewende diskutiert.

Zwischenergebnisse sowie weitere Hintergründe des Projekts können auf der Onlineplattform des Fachdokumentendienstes FADO eingesehen werden (http://fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de/). Der Abschlussbericht wird dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Ende 2019 überreicht.

Das Projektteam und die Projektpartner von NEOS
Das Projektteam und die Projektpartner von NEOS
Das Publikum bei der Abschlussveranstaltung in der Hochschule Aalen
Das Publikum bei der Abschlussveranstaltung in der Hochschule Aalen
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